Wie „slow“ sind die Deutschen?

Neue „SlowTypes“-Studie ermöglicht spannende Einblicke in die Lebenswelt der digitalen Mediengesellschaft

München, 12. Oktober 2015 – Mit dem SlowTypes-Modell veröffentlichen d.core und das Slow Media Institut eine auf die digitale Mediengesellschaft zugeschnittene Typologie, die tief in die Lebenswelt der Konsumenten eintaucht und einen Link zwischen Lebensstil, Mediennutzung und Konsumverhalten schafft.

3 SlowFacts:

  • 93% der Deutschen finden es wichtig, sich voll und ganz auf das zu konzentrieren, was man gerade tut.
  • 69% genießen es, beim Lesen, beim Surfen im Internet oder beim Sehen von Filmen in eine andere Welt einzutauchen.
  • Für 76% ist Qualität das wichtigste Entscheidungskriterium beim Einkauf.

Der digitale Wandel verändert unsere Gesellschaft und entwickelt sich immer mehr zu einem zentralen Thema für Medien, Wirtschaft und Politik. Gleichzeitig hat der Umgang mit den neuen Möglichkeiten und Anforderungen der digitalen Welt eine tiefgreifende Wirkung auf den Alltag der Menschen. In diesem Umfeld ist mit ‚Slow‘ eine Bewegung entstanden, die einen Gegenpol zur vermeintlichen Schnelllebigkeit dieser Zeit aufbaut. Statt die Beschleunigung des beruflichen und privaten Lebens weiter voranzutreiben, rücken Werte wie Achtsamkeit, Qualität und Monotasking in den Vordergrund. Dabei steht ‚Slow‘ gerade nicht für langsam oder rückwärtsgewandt, sondern für „stark, intelligent, durchdacht-reflektiert, open-minded, rational-emotionales Gleichgewicht, Selbstbewusstsein, Life-Balance, Nachhaltigkeit.“ (Hans Georg Stolz† Mitgründer Slow Media Institut)

In einer Basisstudie wurde das Thema ‚Slow‘ nun genauer untersucht. Die Forschungs- und Beratungsagentur d.core hat in einer repräsentativen Onlinebefragung Daten von 2.222 Teilnehmern erhoben und analysiert. Dabei traten acht unterschiedliche Dimensionen zu Tage, die das Konzept in seinen verschiedenen Facetten aufspannen. Während etwa für einen Teil der Menschen Werte wie Qualität, Markenorientierung und Trendbewusstsein im Vordergrund stehen, spiegelt sich ein slowes Lebensgefühl bei einem anderen Teil vor allem in der Fokussierung, der Konzentration auf das Wesentliche wider. 2 von 2

Anhand der jeweils dominanten Dimensionen innerhalb ihrer persönlichen Slow-Struktur können Menschen einem von insgesamt acht SlowTypes zugeordnet werden:

  • Die Luxuriösen: setzen auf Qualität und messen Marken und Trends hohe Bedeutung bei
  • Die Nachhaltigen: achten nicht nur im Supermarkt auf ökologische Faktoren
  • Die Digitalen: verbringen ihren Alltag vor allem mit Smartphones und dem Internet
  • Die Fokussierten: ticken im Monotasking-Modus und lassen sich nur schwer ablenken
  • Die Netzwerker: pflegen intensiv ihre weit gespannten Freundes- und Bekannten-Netzwerke
  • Die Berufenen: sehen in ihrer Arbeit mehr als nur einen Job
  • Die Entspannten: erholen sich am liebsten beim Nichtstun oder „hillen“ vor dem Fernseher
  • Die Gestressten: Fühlen sich von der Flut an Emails, Meldungen und Anrufen überfordert

Das SlowTypes-Modell ermöglicht die Analyse von Konsumenten, Marken und Märkten. Aktuell stehen Auswertungen zu den Themen Media, Digital, Beauty und Automotive zur Verfügung.

 

Downloads:
Pressemeldung als PDF (585k)
Tabelle SlowTypes als PDF (138k)
Slow Profil „Junge Frauen“ als JPEG (31k)