Posted on

Informationsverhalten bei Gesundheitsthemen | Neue Studie mit iq digital

Die Studie, die DCORE 2018 für iq digital media durchführte, untersucht, (1) welche Quellen für Gesundheitsfragen herangezogen werden, (2) welche Rolle redaktionelle Online-Angebote dabei einnehmen und (3) welche Werbeumfelder sich für OTC-Produkte eignen. Die Ergebnisse basieren auf einer Online-Befragung mit ca. 1.200 Befragten.

Zentrale Ergebnisse:

  • 83% der Menschen informieren sich zu
    Gesundheitsthemen online, sogar eher als durch einen Arztbesuch (76%).
  • Online wird meist zuerst gegoogelt und die
    Ergebnisse priorisiert. Aufgrund dieser Suche wählen 35% gezielt redaktionelle
    Websites aus. Besonders relevant sind dabei die Angebote NetDoktor und
    apothekenumschau.de, welche die häufigsten genutzten Portale sind.
  • Mehr als die Hälfte der Befragten informiert
    sich online allgemein zu Gesundheitsrisiken und Krankheiten. Ebenfalls mehr als
    die Hälfte informiert sich auch zu einem akuten Gesundheitsproblem.
  • Auch vor dem Kauf von OTC-Produkten, die meist
    in der Apotheke bezogen werden, wird das Internet herangezogen, um sich zu
    informieren (54%).

Die vollständigen und detaillierten Studienergebnisse sind auf der Website von iq digital verfügbar.

 

Posted on

Sales Manager gesucht – Join the DCORE Team!

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine(n)

SALES MANAGER M/W
im Bereich Medienforschung und -beratung

Als Sales-Manager bei DCORE vertreibst und präsentierst Du unser Unternehmen und unsere Forschungsansätze bei Kunden und potenziellen Neukunden. Du findest heraus, welche Fragestellungen unsere Kunden haben und entwickelst gemeinsam mit dem Research-Team überzeugende Angebote und Lösungen. Du betreust unsere Kunden eigenverantwortlich und bist für den gesamten Prozess vom Erstkontakt bis zur Zusage ein zuverlässiger Partner. Du bist ein Netzwerker und stark im persönlichen und telefonischen Kontakt.

Dich erwartet eine herausfordernde Tätigkeit in einem dynamischen Unternehmen, das den digitalen Wandel in der Medienlandschaft und Marktforschung aktiv mitgestaltet.

Du bist vielseitig interessiert und arbeitest zielorientiert. Du hast keine Scheu einen Telefonhörer in die Hand zu nehmen oder Menschen persönlich bei Branchenveranstaltungen anzusprechen. Berührungspunkte oder Erfahrungen in der Markt- und Medienforschung wären toll. Du sprichst fließend Deutsch und sicher Englisch. Du kannst sicher beim Kunden präsentieren.

Du verfügst über erste Berufserfahrung als Sales Manager oder in einer vergleichbaren Position. Du hast idealerweise einen Bachelor-Abschluss und/oder eine abgeschlossene Berufsausbildung. Du hast eine Affinität zu Menschen und zu Zahlen. Du bist ein Teamplayer.

Wir arbeiten mit flachen Hierarchien in einem jungen, dynamischen Team mit kurzen Entscheidungswegen und bieten eine strukturierte Einarbeitung über unser Mentorenprogramm sowie diverse Weiterbildungsmöglichkeiten. Freue Dich auf 30 Tage Urlaub im Jahr, flexible Arbeitszeiten und ein Office zentral am Stachus in München.

Wir sind eine innovative Forschungsagentur und beraten führende Medienhäuser sowie andere Kunden bei Projekten in den Bereichen Medien-, Markt- und Werbewirkungsforschung.

Wir freuen uns auf Deine Bewerbung. Weitere Informationen zu uns, dem Team und unseren Projekten findest Du im Internet.

Dein Kontakt: Luisa Bohlig, bohlig@dcore.de 
DCORE GmbH
Herzog-Wilhelm-Str. 1,
80331 München
089 – 716 772 000

Die Stellenausschreibung kannst Du hier herunterladen.

Posted on

Influencer Marketing mit dem Influencer Profiler

Früher waren es Meinungsführer, jetzt sind es Influencer. „Ähnlich wie die Meinungsführer genießen Influencer heute Autorität sowie Glaubwürdigkeit und besetzen damit eine Schlüsselposition innerhalb ihrer Gruppe.“ (Mehr dazu in unserem Blog: „Vom Meinungsführer zum Influencer“). Immer mehr Unternehmen setzen in ihrer Marketingstrategie auf Influencer:  Mindestens jedes zweite Unternehmen in Deutschland hat sie schon einmal im Einsatz gehabt. Ein weiteres Viertel plant zudem die Zusammenarbeit mit Influencern (Quelle: „Umfrage zur Nutzung von Influencer Marketing“, Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V., Nov. 2018).

Influencer Marketing hat sich zunehmend professionalisiert. Mittlerweile gibt es eine vielfältige Anbieterlandschaft von Agenturen, die sich auf die Vermittlung von Influencern spezialisiert haben. Zahlreiche Netzwerke, sogenannte Talent Agencies (z.B. incircles, lookfamed), oder Plattformen, wie z.B. Reachbird oder blogfoster, die den Kontakt zwischen Unternehmen, (Media-) Agenturen und Influencern ermöglichen (Quelle: Lucky Shareman, März 2018), sind entstanden.

Im Mittelpunkt steht die passende Auswahl eines Influencers für ein Unternehmen und seine Werbekampagne. Unternehmen bevorzugen statt einer automatischen Aussteuerung die individuelle Auswahl eines Influencers. Die Mehrheit sucht selbst nach „dem perfekten Match“ zwischen Influencer und Kampagnenbotschaft (Quelle: „Umfrage zur Nutzung von Influencer Marketing“, Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V., Nov. 2018).

Im Netz kursieren zahlreiche Anleitungen, wie der „richtige“ Influencer gefunden werden kann. Eine genaue Zielgruppendefinition und die Identifikation der geeigneten Medienkanäle sollen mit einer ausführlichen manuellen Recherche ergänzt werden. Diese findet zunächst themenorientiert anhand von Hashtags oder Wettbewerbsanalysen statt. Im nächsten Schritt ist eine spezifische Suche notwendig. Über spezialisierte Suchmaschinen, Rankings, Bloggerverzeichnisse oder Kooperationsplattformen wird die Anzahl an möglicherweise passenden Influencern eingegrenzt.

Für diese Auswahl an Influencern empfiehlt es sich eine qualitative Analyse durchzuführen. Wie schreibt der Influencer? Spricht der Influencer seine Follower angemessen an? Wie sympathisch wird der Influencer von seinen Followern wahrgenommen? Welche Themen besetzt der Influencer? Welche Marken werden mit ihm in Verbindung gebracht? Passt meine Marke zum Influencer? usw.

Die Recherche wird mit der Analyse quantitativer Merkmale wie Reichweite (Followeranzahl), Engagement (Likes, Kommentare) und Entwicklung der Followerschaft abgeschlossen (Quelle: „Wie finde ich (m)einen Blogger? 10 Tipps für die Suche nach dem richtigen Influencer“, iq.digital, 2018). Nach diesem Auswahlprozess hat man eine Shortlist mit Influencern erstellt, die für die jeweilige Kampagne geeignet sind.

ABER, diese manuell durchgeführte Recherche ist eine zeitaufwendige Methode und eine rein subjektive Betrachtungsweise. Auch durch das Hineinversetzen in die Zielgruppe bleibt ein letzter Rest eigener Interpretation und Unsicherheit nicht ausgeschlossen. Doch wie kann eine objektive und effizientere Differenzierung stattfinden? Dieser Herausforderung hat sich DCORE angenommen.

Mit dem Influencer Profiler befragt DCORE direkt die Follower eines Influencers auf seinen Kanälen. Der Influencer Profiler ist eine hochstandardisierte Abfrage zur Wahrnehmung des Influencers in seiner Nutzerschaft und bietet darüber hinaus auch Insights zu Themeninteressen der Follower und dem Markenfit zwischen Influencer und Marke. Damit liefert das DCORE Tool verlässliche Antworten auf die Fragen, die Unternehmen sich bei der Influencer-Auswahl stellen müssen. Die Herausforderung liegt dabei nicht in den Fragen selbst, sondern in der Zielgruppe „Follower“: Sie ist nicht einfach über eine Befragungsplattform erreichbar und hat zudem hohe Ansprüche an Technik, Ästhetik, Usability und Selbstbestimmung. Daher ist es wichtig bei der Befragung auf das richtige Wording zu achten, die gleichen Plattformen wie die Zielgruppe zu nutzen und bekannte Features einzusetzen. Und vor allem: Den richtigen Absender zu verwenden.

Der Absender der Befragung wird mit dem Influencer Profiler der Influencer selbst. Kein Weg führt an ihm vorbei, denn nur er erreicht seine Follower direkt und kann sie zudem auch motivieren, an der Befragung teilzunehmen.  Das Besondere daran ist, dass die Rekrutierung und die Befragung der Follower über den jeweiligen Kanal, z.B. Instagram oder YouTube, erfolgt. Über eine an Jeopardy orientierte Befragungsweise, werden spielerisch die Meinungen und Wahrnehmung erhoben. An die Zielgruppe angepasst gilt auch beim Influencer Profiler mobile first. Mit den Features „Swipen“, „Tinder“ und „Karussell“ kann die Befragung easy am Smartphone durchgeführt werden.

Der DCORE Influencer Profiler ermöglicht eine granulare und objektive Differenzierung von Influencern basierend auf Befragungsdaten der Follower. So können Sie leicht den richtigen Influencer für Ihr Unternehmen und Ihre Werbekampagne finden.

Weitere Informationen und einen ersten Use Case finden Sie auf den folgenden Seiten:

Posted on

„In Quality we Trust“, die Studie von DCORE zusammen mit UIM

United Internet Media hat gemeinsam mit DCORE in der Studie „In quality we trust“ untersucht, welche Kriterien das Vertrauen der Nutzer in digitale Medien beeinflussen. Darüber hinaus wurde aufgezeigt, welche Ansprüche Nutzer an personalisierte Inhalte stellen und wie Medienumfelder Qualität garantieren können.

Die Ergebnisse basieren auf Insights und Daten, die innerhalb einer extra aufgesetzten Online-Community generiert wurden. Diese ermöglichen tiefergehende Einblicke in die Lebenswelten und Einstellungen von Konsumenten, indem qualitative Bausteine wie Forum, Chat und offene Fragen gezielt in einem Mix mit quantitativen Elementen eingesetzt werden.

Zentrale Ergebnisse:

  • Qualität, Glaubwürdigkeit und Vertrauen sind Eigenschaften, die Hand in Hand gehen. Ohne Glaubwürdigkeit und Qualität gibt es von Verbrauchern kein Vertrauen.
  • GMX und WEB.DE werden von den Usern in den Punkten Qualität, Glaubwürdigkeit und Vertrauen wie etablierte Zeitungsmedien bewertet.
  • Personalisierte, redaktionelle Beiträge sind als Inspiration und Orientierungshilfe willkommen. Als personalisierte Inhalte sind vor allem unterhaltende und lokale Themen gewünscht.
  • Bedenken von Usern beispielsweise hinsichtlich des Datenschutzes oder Filterblasen können von Anbietern mit absoluter Transparenz und Selbstbestimmung aufgelöst werden.
  • Brand Safety ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Umfeld, Kreation und dazu passenden Werbeformaten und –botschaften.
  • Das Image des Umfeldes, der Ad Clutter, die Passung der Kreation zum Inhalt, die Kreation selbst sowie die Aufmachung der Webseite sind Grundelemente der Werbewahrnehmung und Brand Safety.

Die ausführlichen Ergebnisse der Studie können Sie auf der Website der United Internet Media nachlesen und downloaden.

Posted on

DCORE-Studie für VDZ mit dem FIPP Silver-Award in London ausgezeichnet

Die Studie zum Thema „Brand Safety,Trust & Credibility“ ist der einzige Preisträger aus Deutschland.

München/London 18.12.18 – Vergangene Woche wurden in London zum neunten Mal die renommierten FIPP Insight Awards vergeben. Damit werden von einer hochkarätig besetzten Jury außergewöhnliche Marktforschungs-Projekte und Studien ausgezeichnet, die Unternehmen bei ihrer Arbeit nachhaltig vorangebracht haben. Als einzige deutsche Arbeit wurde dabei die DCORE-Studie zum Thema „Brand Safety, Trust & Credibility“, die das Münchner Institut im Auftrag des Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) erstellt hat, mit einem Silver-Award prämiert.

Die Jury begründete die Entscheidung damit, dass die Studie ein wichtiges Thema für die Medienbranche sowohl aus Perspektive von Werbetreibenden und Konsumenten umfassend behandelt und damit einen klaren Blick auf die Herausforderungen „Brand Safety“ und „Trust“ gibt.

„Wir freuen uns, dass unsere Studie für den VDZ mit dem FIPP Silver Award ausgezeichnet wurde. Das unterstreicht die Relevanz des Themas,gerade in Zeiten von Fake-News und einer immer unübersichtlicheren Medienlandschaft. Medienvertrauen ist nicht mehr selbstverständlich,insbesondere für jüngere Generationen“, kommentiert Andrea Eckes, Gründerin und Geschäftsführerin von DCORE, die Auszeichnung.

Neben der Studie von DCORE und dem VDZ wurden Arbeiten aus den USA, UK, Niederlande, Südafrika und Spanien prämiert. Die weiteren Preisträger können hier nachgelesen werden.

FIPP ist ein globales Medien-Netzwerk mit mehr als 500 Mitgliedern, darunter 30 nationalen Medienverbänden und Aktivitäten in über 60 Ländern. Die FIPP Insight Awards wurden zum neunten Mal vergeben.

Weitere Informationen zur prämierten DCORE-Studie finden sich hier.

Posted on

Veröffentlichung Artikel: verbessern Sie Ihr Subscription Marketing mit dem Allokator

Egal, ob wir sie Nutzer, Abonnenten, Mitglieder oder Subscriber nennen: Der Aufwand, jemanden für ein Abo, einen Vertrag oder eine Mitgliedschaft zu gewinnen, ist immens. Doch wie hält man diese Kunden bei der Stange? Wie verhindert man Abwanderung und Kündigung?

In der Ausgabe 12/2018 der Fachzeitschrift planung & analyse beantwortet Patricia Kehm diese Fragen mit Hilfe des neuen Tools von DCORE – dem Allokator. Dieser hilft dabei Ressourcen im Subscription Marketing auf Dinge zu fokussieren, die für den Verbleib und die Loyalität besonders wichtig sind. Der Allokator hilft bei der Entscheidung, an welchen Stellen die Mittel eingesetzt werden sollen – und wo nicht. So identifiziert er Stellschrauben zur Optimierung und ermöglicht eine optimale Allokation von Ressourcen.

Mehr Informationen zum DCORE Allokator finden Sie hier.

Posted on

Influencer Profiler auf dem Monitoring FORUM, am 04. & 05.2018 in München

Das diesjährige Monitoring FORUM findet am 04. & 05.12.2018 in München statt. Sowohl im Seminar als auch am Kongresstag selbst drehen sich die Erfahrungsberichte und Fachbeiträge um neue Themen und Ansatzpunkte für das Social Media Marketing – so auch für das Influencer Marketing.

In diesem Zusammenhang stellt Patricia Kehm, Unitleitung New Business & Innovation bei DCORE in einem Fachbeitrag das frisch entwickelte DCORE-Tool Influencer Profiler anhand des Use Cases mit der Influencerin @kaddi_kestler vor.

Der aktuell beliebteste Nebenjob der Welt – Influencer – ist mittlerweile auch fixer Bestandteil des Marketingmix bei vielen Werbetreibenden. Welcher Influencer für welche Kooperation eingesetzt wird, wird fast ausschließlich anhand vorhandener Performance KPIs wie der Anzahl der Follower oder bestehender Markenkooperationen, getroffen. Doch Influencer im Allgemeinen stehen für Authentizität und werden als Markenbotschafter eingesetzt. Reichweite und Engagement alleine reichen dabei nicht aus, um den „richtigen“ Influencer für eine Kooperation auszuwählen.

Mit dem DCORE Influencer Profiler existiert eine hochstandardisierte Abfrage zur Wahrnehmung des Influencers bei seinen Followern, Auskunft über Themeninteressen der Follower und potentieller Markenfit zwischen Influencer und Werbetreibenden. Das besondere daran ist, dass die Rekrutierung und Befragung der Follower in dem jeweiligen Kanal, z.B. Instagram oder YouTube, selbst erfolgt. Dabei wird eine Art Umfrage-Jeopardy eingesetzt, um die Meinungen zur Wahrnehmung des Influencers einzusammeln.

Mit der künftigen Zertifizierung „approved by DCORE Influencer Profiler“ werden Influencer ausgezeichnet, die neben ihren Performance KPIs weitere Informationen für eine klarere Positionierung zur Verfügung stellen.

 

Wie erreicht DCORE die Zielgruppe Follower? Welche Feature setzt DCORE für die anspruchsvolle Zielgruppe ein? Was kann der Influencer selbst aus den Daten herauslesen? Das und vieles mehr hören Sie in dem Vortrag von Patricia Kehm auf dem Monitoring FORUM.

Mehr Informationen zum Monitoring FORUM (Kongress) und den Vorträgen finden Sie hier.

Sie konnten am Kongress nicht teilnehmen und haben Interesse an dem Thema? Kein Problem – melden Sie sich gerne bei Patricia Kehm.

Posted on

Die digitale Zerrissenheit junger Onliner

von Andrea Schombara und Franziska Scharch.

Der Wandel des Internets hin zum Massenmedium spiegelt sich in Deutschland auch in der Struktur seiner Nutzer wider. Während in der Anfangszeit des Internets vor allem junge, hoch gebildete Männer die neue digitale Technik nutzten, hat sich das Internet inzwischen in allen Generationen etabliert. In der Gruppe der 50– 59-Jährigen liegt die Online-Penetration aktuell bei 90 Prozent. Und auch die 60– 69-Jährigen kratzen mit 81 Prozent bereits am Durchschnittswert für die Gesamtbevölkerung (85 Prozent). Die Potenziale sind somit nahezu ausgeschöpft *.

Doch was bedeuten diese nüchternen Zahlen eigentlich für das Leben der Menschen, die sich im Internet bewegen? Hat uns die digitale Welt inzwischen so gleichmäßig durchdrungen, dass Generationsunterschiede verloren gegangen sind? Oder fügen sich digitale Medien unterschiedlich in die Lebenswelten der Digital Natives oder Silver Surfers ein? Antworten auf diese und andere Fragen liefert die Studie „Digitale Nutzung in Deutschland 2018“, die DCORE gemeinsam mit dem BVDW durchgeführt hat .

Die Lebenswelt junger Onliner im Alter von 14- bis 29 Jahren ist digital und sehr eng mit dem Internet verwoben. 65 Prozent der Zielgruppe sind „always on“, das Smartphone ein permanenter Begleiter (73 Prozent). Auch beim Konsum vertrauen sie auf die Empfehlungen anderer User und orientieren sich an “Influencern“, die ihre Fans digital an ihren mehr oder weniger realen Erfahrungen teilhaben lassen. Jeder Zweite wird auch selbst aktiv und gibt an, die Inhalte im Internet mitzugestalten, etwa als Teil einer Community oder in sozialen Netzwerken. Blickt man in die Zukunft, wird ihre Welt noch digitaler: Neuen Technologien wie Smart Home und Mobile Payment werden von dieser Zielgruppe hohe Potenziale zugeschrieben.

Gleichzeitig ist die Digitalisierung für junge Onliner stark mit negativen Gefühlen verbunden. Im Vergleich zu älteren Zielgruppen stehen sie der Digitalisierung des Alltags sogar besonders ablehnend gegenüber. Die zunehmende Technisierung und Automatisierung bereiten ihnen echte Sorgen, vermutlich getrieben von Ängsten bezüglich ihrer beruflichen Zukunft. Reale Kontakte haben auch für die meisten jungen Onliner eine höhere Qualität als Kontakte im Internet, dennoch ist die „Fear of missing out“ (FOMO) hoch. Junge Digital Natives können sich dem immerwährenden Sog des Digitalen kaum mehr entziehen, fühlen sich regelrecht abhängig: Jeder Zweite hat Probleme damit, „offline“ zu sein und für eine Zeit lang alle digitalen Geräte abzuschalten.

Diese Widersprüche von Denken und Handeln spiegeln sich auch im Umgang mit Datenschutzaspekten wider. Einerseits legen junge Onliner großen Wert auf vertrauenswürdige Inhalte. Zwei Drittel geben an, Anwendungen, die sie datenschutzrechtlich für bedenklich halten, nicht zu nutzen. Andererseits findet man gerade diese Gruppe fast vollständig bei Facebook, WhatsApp, YouTube und Co. – Plattformen, die wegen ihres Umgangs mit persönlichen Daten immer wieder in die Kritik geraten. Auch hier halten die Ansprüche der jungen Nutzer an ihr eigenes Verhalten der Realität nicht stand.

Ganz anders gestaltet sich das digitale Leben älterer Online-Nutzer. 60– 69-jährige Onliner nutzen digitale Medien sehr bewusst. Sie nehmen wahr, wann sie digital unterwegs sind – und wann nicht, nur 27 Prozent sind „always on“. Ältere Onliner kommen gut damit zurecht, eine Zeit lang offline zu sein. Auch ihre Angst, dadurch etwas im Web zu verpassen, ist weniger stark ausgeprägt. Für die allermeisten haben ohnehin Kontakte im echten Leben eine höhere Qualität als reine Online-Bekanntschaften. Nicht einmal jeder Vierte vertraut Online-Produktbewertungen mehr als Informationen aus dem stationären Handel. Nur 5 Prozent haben jemals ein Produkt aufgrund der Empfehlung eines Influencers erworben. Als aktive Mitgestalter des Internets bezeichnen sich gerade einmal 15 Prozent.

Dennoch – oder vielleicht gerade deshalb – stehen zwei Drittel der Onliner im Alter von 60 bis 69 Jahren der Digitalisierung positiv gegenüber. Zwar polarisieren die Themen Automatisierung und Technisierung auch in dieser Gruppe – sie bereiten älteren Nutzern aber deutlich weniger Sorgen als den jungen. Das mag mit der meist abgeschlossenen beruflichen Laufbahn und einem nicht mehr ganz so weit in die Zukunft gerichteten Blick auf das eigene Leben zu tun haben. Digitale Anwendungen dominieren das Leben der Älteren nicht, sondern sie durchziehen es wie ein fein gesponnenes Netz, an das man anknüpfen kann, aber nicht muss.

Auch beim Umgang mit dem Datenschutz ergeben sich für 60- 69-Jährige weniger Spannungsfelder. Sie legen großen Wert auf einen umsichtigen Umgang mit persönlichen Daten und verzichten (tatsächlich!) auf Anwendungen, die sie diesbezüglich nicht für sicher halten. Das korrespondiert mit einer eher verhaltenen Nutzung sozialer Netzwerke (64 Prozent). Facebook, Anfang des Jahres in einen großen Datenskandal mit Cambridge Analytica verwickelt, wird in dieser Gruppe nur von 57 Prozent genutzt.

Fazit: Auch ältere Zielgruppen haben inzwischen den Weg ins Internet gefunden, die Online-Raten der Altersgruppen gleichen sich mittlerweile an. Dennoch bestehen große Unterschiede hinsichtlich der Intensität der Beziehung und der Bedeutung, die digitale Medien im Leben der Menschen einnehmen. Der bewusste Umgang, vor allem aber die Kongruenz zwischen eigenem Anspruch, Erwartungshaltung und realem Handeln kennzeichnen die insgesamt entspannte Beziehung von 60- 69-jährigen Usern zu digitalen Medien. 14- 29-jährige Digital Natives hingegen sind mit dem Internet aufgewachsen und pflegen eine sehr intensive Beziehung zum Digitalen – eine Beziehung voller Widersprüche. Beim Versuch, Chancen und Risiken der Digitalisierung langfristig abzuschätzen, kommen ihnen immer wieder Zweifel. Sie haben ein starkes Bedürfnis, dem gefühlten Verlust von Entscheidungsfreiheit zu begegnen und die Kontrolle zurückzugewinnen. Die junge Generation muss einen Weg finden, ihre „digitale Zerrissenheit“ aufzulösen und selbstbestimmt neue Lebensentwürfe zu kreieren. Sonst bliebe ihr nur übrig, auf die Gelassenheit des Alter(n)s zu hoffen, während sich neue Generationen von Mediennutzern mit den nächsten tiefgreifenden Umwälzungen auseinandersetzen.

 

* Quelle: AGOF, Ø Juli – September 2018 [Basis: Gesamt, 16 Jahre und älter, 144.019 ungew. Fälle, 165.612 gew. Fälle, 69,34 Mio]