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Filter Bubble: Ich bau dir die Welt, wie sie dir gefällt

Filter Bubble: Ich bau dir die Welt, wie sie dir gefällt“. Das war das Thema des Wirtschaftsforum der ESB Business School am 27. März in Reutlingen. Im Rahmen der öffentlichen Podiumsdiskussion, die von Dr. Andrea Despot, Direktorin der Europäischen Akademie Berlin, moderiert wurde, diskutierte Holger Geißler, Mitglied der Geschäftsführung von DCORE, mit :

Es ging zunächst um die Frage, was die Filter Bubble eigentlich ist und wie sie zustande kommt. Einigkeit herrschte darüber, dass es schon immer Filter Bubbles gab, d.h. eine eingeschränkte Weltsicht durch die Fokussierung auf wenige Medien und den eigenen Bekanntenkreis. Problematisch sei aber im digitalen Zeitalter vor allem, dass vielen Menschen gar nicht bewusst ist, wie Personalisierung im Netz eigentlich funktioniert, und wie ihr Newsfeed auf Facebook und Ergebnisse in Suchmaschinen von ihren eigenen Vorlieben beeinflusst werden. In der lesenswerten Studie Digital News Report des Reuters Institute von 2018 konnten auf die Frage „Wie werden die meisten Entscheidungen darüber, welche Nachrichtenberichte auf Facebook bestimmten Menschen gezeigt werden, getroffen?“ nur 28% die richtige Antwort „durch eine Computeranalyse der Themen, die sie interessieren könnten“ geben.

Des Weiteren wurde darüber diskutiert, wieviel Kontrolle über die großen Internetkonzerne eigentlich notwendig sei. Dieser Punkt war kontrovers. Das Panel war sich dagegen wieder einig bzgl. der Relevanz von Aufklärung und Bildung im Kontext der Filter Bubble. Holger Geißler von DCORE: „Ein wichtiger Hebel besteht darin, dass wir unsere Kinder und Jugendliche darüber aufklären, wie Suchergebnisse zustande kommen und Personalisierung im Netz eigentlich funktionieren. Und wie man die Filter Bubble umgehen kann, wenn man das wünscht.“